Navigation

 
 

News

Ein reales Problem lösen

Durch das Beantworten der
Durch das Beantworten der "5 Working Backwards Questions" konnten die Studierenden die Lösung für das Problem des Auftraggebers in der Form eines Storyboards darstellen (Foto: DTLab)

[09|09|2021]

HM-Studierende entwickeln App für datengetriebenes Gebäudemanagement im Museum of London

 

Das Digital Transformation Lab (DTLab) stellt den Studierenden der HM jedes Semester Herausforderungen aus dem Praxisalltag, an deren Lösungsansätzen sie ein Semester lang arbeiten. Hierbei unterstützt sie Amazon Web Services mit aktueller Cloud-Technologie und der Innovationsmethode "Working Backwards", bei der mithilfe von fünf Fragen das Problem der Auftraggeber sowie die Lösung dafür definiert werden.

 

Modernes Gebäudemanagement

Lange Laufwege machen das Managen eines so großen Gebäudes wie das des Museums of London zeitaufwendig. Aus diesem Grund hat das Museum bereits vor einigen Jahren mehr als 200 Sensoren im Gebäude installiert, die Daten wie Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit erheben. Das Bündeln dieser Daten über einen Drittanbieter sowie eine interne Software boten bislang keine zufriedenstellende Übersicht für die tägliche Arbeit des Facility Managers. Deshalb beauftragte das Museum in diesem Sommersemester zwei Studierendenteams damit, eine digitale, zentrale Lösung für das Gebäudemanagement zu entwickeln.

 

Über den App-Prototypen 'InSite' erhalten mehrere Personen gleichzeitig über Endgeräte Zugriff auf die Gebäudedaten (Foto: DTLab)
Über den App-Prototypen 'InSite' erhalten mehrere Personen gleichzeitig über Endgeräte Zugriff auf die Gebäudedaten (Foto: DTLab)

Visuell aufbereitete Daten

Team 1, bestehend aus zehn Studierenden der Fächer Betriebswirtschaftslehre und Informatik, wählte für die Prototypen-App „InSite“ einen visuellen Ansatz. Das Programm verwandelt die Rohdaten der Sensoren in eine Kombination aus Zahlen und Wörtern mit Mustern und Bildern. Um das zu verwirklichen, haben die Studierenden die vom Museum bereitgestellten Daten im Vorfeld analysiert und Vorschläge zur Datenbereinigung ausgearbeitet.

 

„InSite“ zeigt dem Facility Manager des Museums via Smartphone oder Tablet alle relevanten Informationen auf einen Blick: Dazu gehört die Wettervorhersage, kritische Alarme und deren Ursachen sowie aktive Geräte und Wartungshinweise. Für die Präsentation hat sich das Team beispielhaft auf eine Lüftungsanlage fokussiert.

 

Für den Prototypen der App 'SmartReport' wählten die Studierenden einen Audio-Ansatz für die Berichterstattung (Foto: DTLab)
Für den Prototypen der App 'SmartReport' wählten die Studierenden einen Audio-Ansatz für die Berichterstattung (Foto: DTLab)

Reports anhören

Da der Facility Manager des Museums die Daten der Sensoren so schnell und effizient wie möglich abrufen können soll, wählte Team 2 für die Web-App „SmartReport“ einen Audio-Ansatz. So kann der Facility Manager weiterarbeiten, während er den Datenreport anhört. Dafür loggt er sich mit einem persönlichen Account via PC oder Smartphone in die Anwendung ein und wählt auf einem Dashboard den Report des Gebäudeteils aus, den er benötigt. Die Benutzeroberfläche des Prototyps ist reduziert gestaltet und dadurch innovativ bedienbar. Das Ergebnis des Projekts nach 16 Wochen Entwicklungszeit: ein voll funktionsfähiger Prototyp. Die Studierenden haben ihre Ergebnisse an das Museum of London übergeben, sodass es diese für eine Weiterentwicklung nutzen kann.

 

Über das Co-Innovation Lab

Diese Challenge wurde als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem DTLab und dem Co-Innovation Lab der Hochschule München bearbeitet. Das Co-Innovation Lab ist ein übergreifendes Konzept für Innovationsprojekte von Studierenden mit Unternehmen. Hierzu werden temporäre Innovationspartnerschaften – in Form von Projekten – zwischen Unternehmen, Studierenden und DozentInnen geschaffen. Initiiert durch Prof. Holger Günzel und Prof. Dr. Lars Brehm (beide HM) werden aktuell mehr als 25 Innovationsprojekte pro Jahr, häufig auch interdisziplinär, durchgeführt. Das Co-Innovation Lab ist als offene Community aufgebaut. Interessierte Dozierende können das Konzept des Co-Innovation Labs in ihren Lehrveranstaltungen nutzen und sich aktiv in die Weiterentwicklung einbringen.

 

 

Mirja Fürst

NEWSARCHIV

Berichte und Informationen rund um die Hochschule München

Veranstaltungen

Vorträge, Tagungen, Events an der Hochschule München