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Wellensurfen im See

Surfpool der UNIT Parktech AG im Langenfelder See als Computeranimation (Bild: UNIT Parktech AG)
Surfpool der UNIT Parktech AG im Langenfelder See als Computeranimation (Bild: UNIT Parktech AG)

[10|01|2018]

Zusammen mit der HM hat die UNIT Parktech AG die erste Surfwelle in stehendem Gewässer geschaffen

 

Durch die Eisbachwelle ist München schon lange weltweit als Surfstadt bekannt. Eine Surfwelle in stehendem Gewässer ohne Gefälle und Strömung war dagegen bislang nicht denkbar, was die UNIT Parktech AG, eine Firma für Sportanlagenbau, ändern wollte.

 

Ein neues Surfkapitel

Für dieses Vorhaben stellte Prof. Dr. Robert Meier-Staude von der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen, der selbst passionierter Surfer ist, das erforderliche strömungsmechanische Know-how, sein Wellenverständnis sowie das Simulation-Driven-Produktdesign zur Verfügung. Erfahrung im Bau von großen schwimmenden Sportstätten besitzt die UNIT Parktech AG. In seiner Masterarbeit brachte Mechatronik-Student Jakob Bergmeier beides zusammen – so wurde ein neues Kapitel in der Tradition des Surfens aufgeschlagen.

 

Die perfekte Welle

Für eine Surfwelle, die großen Spaß macht und auch Surfer über 80 Kilogramm trägt, ist genügend vertikaler dynamischer Auftrieb nötig. Dem Wasser muss für den Wellenberg ausreichend Energie zugeführt werden, gleichzeitig sollten die Kosten für die Technik und der Energiebedarf so gering wie möglich ausfallen. Auf Basis des Strömungsmechanik-Zweigs Computional Fluid Dynamics (CFD) und dem von Prof. Dr. Meier-Staude abgeleiteten Parameter namens „yImpuls, Pa“ lässt sich der dynamische Druck einer Welle bemessen. So war es der UNIT Parktech AG in Kooperation mit der Hochschule München möglich, die perfekte stehende Welle im Langenfelder See zu kreieren.

Der yImpuls-Parameter beträgt über einem breiten Bereich mehr als 3.000 Pa. Dieser Wert zeigt eine gute Surfbarkeit der Welle an (Bild: Robert Meier-Staude)
Der yImpuls-Parameter beträgt über einem breiten Bereich mehr als 3.000 Pa. Dieser Wert zeigt eine gute Surfbarkeit der Welle an (Bild: Robert Meier-Staude)

 

 

Prof. Dr. Robert Meier-Staude/Mirja Fürst

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